Von KPI zu OKR – Kennzahlen und Ziele in der Unternehmensführung

KPI und OKR

Von KPI zu OKR – Kennzahlen und Ziele in der Unternehmensführung

Ziele sorgen in einem Unternehmen immer dafür, dass es sich weiterentwickelt und wächst. Ohne Ziele arbeitet ein Unternehmen ohne Richtung und ohne Sinn. Doch mit einer einfachen Definition eines Ziels, ist es noch lange nicht getan. Oder doch? Es kommt darauf an, welchen Grund die Ziele haben. Deswegen ist es möglich, innerhalb des Zielmanagements den Modellen KPI und OKR zu folgen. Reicht die einfache Messbarkeit des Erfolgs oder geht es mehr darum ein Ziel zu erreichen?

Christian Sickel und Prof. Dr. Michael Bernecker unterhalten sich in einem interessanten Video zum Thema Ziele, Zielerreichung und die Entwicklung von KPI zu OKR. Hören Sie gespannt dem Gespräch zu und lernen Sie einiges zu diesem Thema von den zwei Experten:

KPI und OKR – Mit Struktur Ziele erreichen

KPI und OKR sind zwei Methoden des Zielmanagements. Die beiden Begriffe unterscheiden sich in Ihrer Bedeutung grundlegend, doch trotzdem stehen sie in Beziehung. Am Anfang beider Methoden steht die Definition der Ziele. Hierbei ist es wichtig, dass die Zielvorgaben möglichst präzise definiert werden. Bekannt hierfür ist das SMART-Modell. Es verwendet Bedingungen und Kriterien mit denen Ziele detailliert definiert werden können. Doch ein Ziel – egal wie gut es nach dem SMART-Modell definiert ist – benötigt immer auch Commitment der Personen, die es verfolgen. Allein ein Wunsch für die Zukunft reicht nicht aus, Veränderungen zu bewirken. Führungskräfte und Angestellte müssen gemeinsam am selben Strang ziehen. Eine transparente Zielsetzung ist dafür wichtig. In vielen Unternehmen ist aber gerade das ein Problem. Damit eine Vorgabe nicht weiterhin ein Wunsch bleibt ist die Definition der Umsetzung ein essenzieller Faktor. Um bspw. in drei Wochen 10 Kilo abzunehmen bedarf es einer strengen Verpflichtung und einem genauen Plan für die Umsetzung.

Was sind KPI´s?

Key Performance Indicators (KPI) sind Kennzahlen, mit denen der Erfolg einer Zielsetzung quantifiziert und berechnet wird. Diese Leistungsindikatoren bilden Arbeitsfortschritte ab und führen dazu Fortschritte messbar zu machen. Damit ist es möglich, Abteilungen, Arbeitsgruppen oder auch einzelne Angestellte zu kontrollieren und zu bewerten. Um später den Unterschied zu den OKR zu verstehen, ist es möglich KPI´s als Lag Goal zu beschreiben. Diese definieren das feststehende und angestrebte Ergebnis. Der Prozess selbst wird dabei nicht betrachtet. Aus diesem Grund sind KPI´s für das Controlling oft sehr hilfreich.

Was bedeutet OKR?

Das Gegenteil der Lag Goals sind die Lead Goals. Diese beschreiben beeinflussbare Maßnahmen, die zur Zielerreichung führen – Sprich nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Umsetzung. Das ist ein wichtiger Teil des OKR-Modells. OKR steht für Objectives and Key Results – also Ziele und Schlüsselergebnisse. Die Methode gilt derzeit als die neue Wunderwaffe moderner Unternehmensführung. Gerade im Vertrieb helfen OKR enorm dabei, Vertriebstätigkeiten zu strukturieren. Die Objectives stehen für die mittelfristigen Ziele des Unternehmens. Für diese Definition ist Transparenz der übergeordneten Zielsetzung wichtig. Angestellte sollen erfahren was, wie viel und warum sie an den Zielen der Führungskräfte beitragen. Das wirkt motivierend, aber hilft auch bei der Umsetzung der Vorgaben. Die Key Results sind die Schlüsselergebnisse. Sie beschreiben, wie das Ziel erreicht werden soll. Nachdem die Schlüsselergebnisse erreicht sind, können neue OKR für den nächsten Schritt definiert werden. Um den Unterschied zu verdeutlichen, ist das Beispiel eines Trainers auf dem Fußballplatz hilfreich. Handelt dieser nur nach KPI´s, so betrachtet er durchgehend das Ergebnis auf der Anzeigentafel. Folgt er dem OKR-Modell, nimmt er Einfluss auf das Geschehen vor sich auf dem Platz. Die Schlüsselergebnisse sind hierbei z.B. mehr Ballbesitz einfordern, Spieler ein- und auswechseln oder auch die Bewegungsmuster der Gegner analysieren. Sollten sein Vorhaben gelungen werden, sollte am Ende sein Ziel erreicht werden.

Fazit

Ziele müssen genau definiert werden. Ohne Commitment und einen genauen Plan ist der Weg zur Zielerreichung schwer. Um das Zielmanagement zu strukturieren gibt es die zwei Methoden KPI und OKR. KPI´s betrachten nur das Ergebnis und nicht den Weg dahin. In einem Unternehmen ist es wichtig, Fortschritte zu kontrollieren und bewerten zu können. Deshalb gibt es verschiedene Kennzahlen, die den Vertrieb messbar machen. OKR hingegen strukturieren das Zielvorhaben. Sie haben zwar auch ein übergeordnetes Ziel, aber betrachten mehr den Umsetzungsprozess. Durch Teilerfolge in untergeordneten Abteilungen wird das übergeordnete Ziel verfolgt. Verwendet ein Unternehmen situationsabhängig die beiden Methoden oder benutzt Sie als Kombination, wird der Erfolg eines Unternehmens wohl am wahrscheinlichsten gesichert.